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Die Feldbekleidung der Bundeswehr

Aktualisiert: März 8

Bei der Feldbekleidung der Bundeswehr handelt es sich um die Grundform des Kampfanzuges, der von den Soldaten im Außen- und Innenbereich als Uniform getragen wird. Dabei kann der Feldanzug mit unterschiedlichen Uniformteilen ergänzt oder verändert werden. Zusätzlich kommen für die kalte Jahreszeit Handschuhe und eine Bundeswehr Jacke mit hinzu. #Werbung #einsatzBekleidung #BundeswehrAusrüstung #feldanzug

Weitere Ergänzungen dazu sind der Gefechtshelm, der Rucksack sowie die im Rucksack befindliche Ausrüstung. Hier spricht man dann von einem Gefechtsanzug oder einer Einsatzbekleidung. Außerhalb der Arbeits-, Übungs- und Kampfeinsätze tragen dann die Soldaten der Bundeswehr nicht mehr die Einsatzbekleidung, sondern den Dienstanzug.

Die geschichtliche Entwicklung

Bis 1918 waren alle Tarnmuster bei der Feldbekleidung improvisiert. Im Juli 1918 wurden die ersten standardisierten Tarnmuster für den Feldanzug eingeführt. Im Jahr 1922 sind dann diese standardisierten Ausführungen auch für die neu gegründete Reichswehr übernommen worden.

Die Feldanzüge der Wehrmacht während der NS-Zeit entstanden ab 1935. Dabei wurde vieles von der Reichswehr übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde eine zum Teil standardisierte Tarnkleidung an die Einheiten der Luftwaffe, des Heeres, der Kriegsmarine sowie der Waffen-SS ausgegeben. Ab dem Jahr 1942 sind die militärischen Feldanzüge aus einem Splittertarnstoff hergestellt worden.

Im Jahr 1955 nach der Bundeswehr-Aufstellung wurde bei der Truppe der Feldanzug in einem etwas abgeänderten Splittertarn von der Wehrmacht oder der Reichswehr übernommen. Er bestand aus einer Art Zeltplanen-Stoff und war etwas zu weit geschnitten.

Mitte der 1960er Jahre wurde bei der Bundeswehr dann die als Arbeitsanzug bezeichnete Uniform eingeführt. Diese Uniformart wurde an die Ausführung der NATO-Partner angepasst, und zwar in einer einfarbigen Oliv Variante mit dem RAL-Ton 6014 (Gelboliv). Dabei bestand der Anzug aus einer Bundeswehr Hose, einer Bundeswehr Jacke, einem Feldhelm und einer Feldmütze (daraus wurde später das Schiffchen oder Barett) und Kampfstiefeln. Als Material wurde hier dann zunächst das sogenannte Fischgrätmuster eingesetzt. In den frühen 1970erJahren kam dann die Ablösung durch Moleskin.

Im Jahr 1990 wurde der Feldanzug in Flecktarn bedruckt und bestand aus Feldbluse, Bundeswehr Hose und einem oliven Unterhemd, Strümpfen, einer Feldmütze und Kampfstiefel. Das hierfür verwendete Material bestand zu 65 Prozent aus Baumwolle und zu 35 Prozent aus Polyester. Heutzutage gibt es den Feldanzug mit einem 5 Farben-Tarndruck, der sich äußerlich von der 1990er Ausführung nicht groß unterscheidet. Der Unterschied liegt in der Verwendung von atmungsaktiven Materialien und ist auch für heiß-feuchte Einsatzgebiete entwickelt worden (als Beispiel kann hier der Einsatz im Kosovo angeführt werden).

Die Funktionen

Die aktuell bei der Bundeswehr zum Einsatz kommende Feldbekleidung, der 5-Farben-Tarndruck, ist besonders witterungsfest (wasser- und windabweisend), robust, flammhemmend mit einem Vektorenschutz und antistatisch. Das Material setzt sich zu 49 Prozent aus Viskose, 2 Prozent Aramid sowie antistatischer Stapelfaser zusammen.

Die aktuelle Feldbekleidung der Bundeswehr besteht aus langen und kurzen Unterwäschevarianten, die mit einer Baumwoll- oder Polymer-Schicht ausgestattet sind. Dazu kommen ein leichter Unterzieh-Kälteschutzanzug sowie eine flammhemmende Fleece-Jacke. Ebenso gibt es einen Windschutz- sowie Nässe-Unterziehanzug sowie einen für den jeweiligen Körper des Soldaten konfektionierten Kampfanzug.

Für alle Soldaten gibt es dann noch zusätzlich eine Kampfbekleidung als zusätzliche Ausstattung. Dabei sind die Stoffmaterialien, die bei der Feldbekleidung verwendet werden, aufeinander abgestimmt. Zusätzlich kann die Nässeschutz-Bekleidung so verpackt werden, dass sie in den Kampfanzug passt. Der Kampfanzug ist mit einem gefütterten Kragen, Knöpfen und großen Reißverschlüssen sowie einem Ellbogen- und Kniepolster, das man einschieben kann, ausgestattet.

Die Bundeswehr führt hier eine andere Vorgehensweise, das sog. Zwiebelschalenprinzip, durch. Dadurch ist es möglich, mit einem etwas anderen Tarndruck die Oberbekleidung an die jeweils vorhandene Klimazone anzupassen.

Die unterschiedlichen Formen bei unterschiedlichen Einsatzorten

Tropen

Die in den Tropen verwendete Feldbekleidung gibt es in den Varianten 3-Farb-Tarndruck und 5-Farb-Tarndruck. Dabei sind die Grundform und die Tragweise mit denen der normalen Feldbekleidung vergleichbar.

Gefechts- und Bordanzug bei der Marine

Bei der Marine wird der Gefechts- und Bordanzug getragen. Dieser setzt sich in seiner Grundausstattung aus einem mittelblauen Bordhemd, einer dunkelblauen Bordhose, einem dunkelblauen Schiffchen, einem Hosengürtel, Socken und Bordschuhen zusammen. Die Grundausstattung wird dann noch ergänzt durch Bordjacke und Bordparka. Ebenso kommen dann noch der Gefechtshelm, die Kampfschuhe, die Seestiefel, einsatzbezogene Kampfschuhe (für andere Klimazonen), Halbschuhe, Krempenhut, Strickmütze sowie Wollsocken mit dazu.

Flugdienstanzug

Diejenigen Soldaten, die als Luftfahrzeugbesatzungsangehörige in der Bundeswehr ihren Dienst verrichten, tragen während ihres Dienstes den sogenannten Flugdienstanzug. Dieser besteht in der Grundausstattung aus einem blauen Schiffchen, einer Fliegerkombination in Blau, Fliegerstiefel und n Wollsocken. Hinzu kommt noch eine Feldjacke sowie, wie bei den anderen Soldaten, Kälteschutz- und Nässeschutzausrüstungen, ein schwer entflammbare Fliegerjacke, Handschuhe und Halstuch.

Wenn Angehörige der Luftwaffe in den Tropen im Einsatz sind, gibt es noch eine sandfarbene Variante des Flugdienstanzuges.


Sonderform Sanitätsdienst

Diejenigen Soldaten, die im Bereich des Sanitätsdienstes ihren Dienst verrichten, tragen zum Beispiel in Bundeswehrkrankenhäusern oder auch in Sanitätszentren, wie die zivilen Ärzte, weiße Kleidung, die aus einer weißen Stoffhose und einem weißen Hemd besteht. Zusätzliche Dienstgradabzeichen sind auf dem Hemd angebracht. Eine gewisse Zeit lang wurden diese Dienstgradabzeichen am Kragen des Diensthemdes der Ausgehuniform als runder Metallanstecker mit dem Logo vom Sanitätsdienst getragen. Diese Regelung ist jedoch wieder aufgehoben worden. Im Kampfeinsatz wird vom Sanitätspersonal am linken Oberarm die weiße Armbinde des roten Kreuzes getragen.


Die Dienstgradabzeichen

Die Feldbekleidung in der Bundeswehr ist trotz der vorhandenen Varianten für alle Truppengattungen im Prinzip identisch zusammengestellt. Der Unterschied liegt jedoch u.a. bei den Dienstgradabzeichen der unterschiedlichen Truppengattungen.

Dabei tragen die Soldaten aus dem Heeresbereich an der Feldjacke, der Kampfjacke, der Feldbluse, des Pullovers oder der Ganzjahresjacke unterhalb des dort vorhandenen Dienstgradabzeichen an der Ärmeleinsatznaht die Farblitzen, die die jeweiligen Truppengattungen anzeigen. An dieser Stelle ist bei der Luftwaffe die Luftwaffenschwingen auf der Aufziehschlaufe vorhanden. Im Gegensatz zu dem Bereich Heer tragen die Rekruten der Luftwaffe auch schon im untersten Dienstgrad während der Grundausbildung die Dienstgradschlaufen mit den Schwingen auf den Schultern der Bekleidungstücke. Dabei sind bei der Luftwaffe die unterschiedlichen Aufgabenbereiche (die sog. Dienstteilbereiche) nur an deren Tätigkeitsabzeichen erkennbar. Bei der Marine sind die Dienstgradabzeichen der Mannschaften sowie Unteroffiziere mit denen des Heeres identisch, werden jedoch in Gold aufgeführt.

Tarndruck Multitarn

2016 wurde der neue Tarndruck Multitarn in der Bundeswehr bei den Spezialkräften eingeführt. Diese Art von Tarnmuster soll den verschiedenen Einsätzen der Bundeswehr im Ausland Rechnung tragen und dann eine entsprechende Tarnung sowohl in Deutschland, in Europa, in Mali, in Afghanistan sowie im Irak bieten.

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