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Trageriemen 1-Punkt 2-Punkt 3-Punkt

Aktualisiert: März 8

Die Führung der Langwaffe, wie dem G36 kann wesentlich durch den passenden Gewehrtrageriemen unterstützt werden. Auf dem Gefechtsfeld ist es notwendig agil zu bleiben, daher sollte die Waffe so getragen werden, dass sie schnell und mit Leichtigkeit benutzt werden kann und gleichzeitig unfallfrei und bequem ein Teil der eigenen taktischen Ausrüstung ist.

Ein Gewehrtrageriemen ist ein Ausrüstungsgegenstand, welcher dabei unterstützt. Er hilft Euch dabei, die Langwaffe zu tragen, wenn die Hände frei bleiben müssen, z.B. beim Klettern, Gleiten oder an der Eskaladierwand oder beim Einsatz der Backup-Waffe.

Es gibt drei wesentliche Arten von Gewehrtrageriemen, jeder mit seinen eigenen Vor- und Nachteilen. Die Wahl des Riemens hängt von seinen Eigenschaften und der verwendeten Langwaffe ab. Hier findet Ihr eine kurze Übersicht über die einzelnen Gewehrriemen und deren Funktionen.

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1-Punkt-Trageriemen (Single-Point Sling)

1-Punkt-Trageriemen bilden eine Schlaufe, die über der Schulter des starken Arms (Rechtsschützen, rechter Arm) und unter der Schulter des schwachen Arms (Rechtsschützen, linker Arm) verläuft und damit diagonal über den Oberkörper.

Sie werden dann mittels Karabiner-Haken an Eurem Gewehr im Bereich der Schulterstütze befestigt und verfügen meist über einen Schnellverschluss (Quick-Release-Buckle) oberhalb des Karabiners-Hakens. Der Karabiner-Haken ist hohen Belastungen ausgesetzt und sollte daher nicht zu schwach dimensioniert sein, um einen Verlust der Waffen zu verhindern. Dieser Trageriemen ist ein recht weit verbreiteter Typ und beliebt für kurze Gewehr- und Maschinenpistolen. Bei dieser Art von Gewehrriemen ist der Riemen immer nach vorne-unten gerichtet und zur Körpermitte hin. Das macht es dem Schützen leicht, die Waffe direkt aus der Ruheposition (Low-Ready / Sul-Position) in den Anschlag zu bringen und den Feuerkampf aufzunehmen. Somit seit Ihr praktisch jederzeit kampfbereit. Er ist ideal für den Einsatz im Orts- und Häuserkampf und aus/von Fahrzeugen, da wo wenig Platz zum Hantieren ist. Abgesehen davon, dass die Waffe leicht zu tragen ist und schnell abgelegt werden kann, könnt Ihr das Gewehr oder die MP auch schnell von einer Schulter auf die andere wechseln (Transition), z.B. beim Kampf um eine Hausecke (linke Hausecke bei Rechtsschützen). Die meisten Trageriemen sind nur eingeschränkt Längenverstellbar. Deshalb sollte die Länge im Vorfeld richtig eingestellt werden hinsichtlich Körpergröße, Einsatzweste und Waffe.

Vorteile

Der 1-Trageriemen ermöglicht es, die Waffe jederzeit in eine kampfbereite Position zu bringen und zu halten, da das Gewehr / MP vor der Körpermitte mit der Mündung nach unten ruht. Besonders im Orts- & Häuserkampf nützlich oder beim Auf- und Absitzen vom Gefechtsfahrzeug.

Er ist einfach in der Handhabung, z.B. beim Wechsel der Seite/Anschlags (Transition), die Waffe abzunehmen, QRS vorausgesetzt und wieder aufzunehmen. Er hat ein einfaches, aber effektives Design und ist Kampferprobt. Bei Bedarf sind die Hände frei.

Nachteile

Die Langwaffe muss praktisch permanent mit einer Hand geführt werden, damit sie nicht hin und her baumelt. Dies ist möglicherweise über längere Zeit nicht immer angenehm. Die baumelnde Waffe kann die Bewegung stören, gegen die Schenkel und Knie stoßen oder die Mündung in den Boden dippen während Ihr Euch von Deckung zu Deckung bewegt. Der Trageriemen erlaubt keine Gewichtsverteilung über den gesamten Körper und bedingt die schnellere Ermüdung einer Körperhälfte.

Insgesamt erfreuen sich 1-Prunkt-Trageriemen weiter Verbreitung und sind besonders für Maschinenpistolen und kürzere Gewehre, wie dem M4 oder HK G36C geeignet.

2-Punkt-Trageriemen (Two-Point Slings)

Zwei-Punkt-Trageriemen sind sowohl im militärischen als auch zivilen Bereich weit verbreitet. Sie unterscheiden sich von den "alten" Zwei-Punkt-Trageriemen dadurch, dass sie mit einer Einstellschlaufen und/oder Schnellverschluss ausgestattet sind, um die Länge schnell für die jeweilige Position einstellen zu können. Am Gewehr befinden sich meistens zwei Befestigungspunkte, einer vorne am Handschutz und einer an der Schulterstütze. Eines der beiden Enden kann mit einem Schnellverschluss versehen sein, falls der Benutzer den Riemen abnehmen muss.

Diese Art von Trageriemen kann auf zwei Arten genutzt werden. Über dem Körper und einer Schulter verkürzt, sodass Euer Gewehr diagonal nah auf dem Rücken mit der Mündung nach oben oder vor der Brust mit der Mündung nach unten (oder mit der Mündungsrichtung umgekehrt) hängt, z.B. falls beide Hände frei sein sollen oder bei der Überquerung von Hindernissen. Mit verlängerter Riemen-Einstellung kann die Waffe gut geführt werden und ist damit die passende Einstellung für den Feuerkampf. Die meisten Schützen verwenden 2-Punkt-Trageriemen als nützliche Trage- und Schießhilfen. Mit einer Schnellverlängerung kann die Einstellung schnell gewechselt werden, sodass die Waffe mühelos und schnell aus der Trageposition in den Anschlag gebracht und das Gewehr über den Riemen gut unter Spannung gehalten werden kann. Das ermöglicht z.B. das Gewehr kurzzeitig mit einer Hand stabil im Anschlag zu halten und mit der anderen Hand, z.B. das Magazin zu wechseln. Das verkürzt die Reaktionszeit und den Zielwechsel. Es ist auch möglich z.B. im Anschlag-Stehend den vorderen Abschnitt des Riemens um den linken Arm (Rechtsschützen) zu wickeln und damit mehr Spannung auf die Waffe zu bringen und die Bewegung beim Zielen zu verringern.

Vorteile

Mit dem Zwei-Punkt-Trageriemen kann mühelos auf die Waffe zugegriffen werden. Der Trageriemen bietet eine stabile Unterstützung beim Zielen, indem man die Länge des Riemens so ändert, dass die Waffe im Anschlag gut unter Spannung gehalten werden kann. Das Gewehr ruht in der verkürzten Variante nah vor der Brust oder dem Rücken und baumelt nicht umher.

Nachteile

Verkürzt ist die Bewegungsfreiheit des Gewehres eingeschränkt und muss für den Feuerkampf erst wieder verlängert werden. Es kann schwierig sein, die Waffe von einer Schulter zur anderen zu wechseln (Transition), ohne umzugreifen oder den Riemen zu verstellen, bzw. Bedarf mehr Übung. Manche Schnellverschlüsse sind kompliziert einzustellen.

"Zuviel" Riemen für kurze und leichte Waffen, z.B. MPs.

Wir empfehlen für Langwaffen wie dem M16 oder HK G36 (Standardversion) den Zwei-Punkt-Trageriemen wärmstens.


3-Punkt-Trageriemen (3-Point Slings)

Ein Dreipunkt-Gewehrtrageriemen ist eine Mischung aus Einpunkt- und Zweipunkt-Trageriemen. Er kommt mit einer Schlaufe, die über den Kopf und über den schwachen Arm gelegt wird, genau wie bei einem Einpunkt-Trageriemen. Das Ende der Schlaufe verbindet sich in der Nähe der Schulterstütze mit der Waffe, während der dritte Punkt wie bei dem 2-Punkt-Trageriemen mit dem Vorderschaft der Waffe verbunden ist.

Im Feuerkampf kann das Gewehr gut unter Spannung gehalten werden und unterstützt so den Anschlag oder den Wechsel des Magazins mit einer Hand.

Vielen unerfahrenen Waffenträgern fällt es jedoch möglicherweise schwer, den Riemen richtig einzustellen und zu handhaben. Sie verheddern sich, wenn sie versuchen, das Gewehr zu Schultern oder in einen Anschlag zu wechseln. Die meisten 3-Punkt-Trageriemen werden mit Schnellverschlüssen geliefert. Es gibt jedoch Fälle, in denen der Verschluss bricht, hängt oder sich nicht öffnen lässt, wenn der Verschluss gedrückt wird.

Vorteile

Mit dem Dreipunkttrageriemen kann praktisch nahtlos zwischen der gewünschten Bewegungsfreiheit in den einzelnen Anschlagsarten dem Seitenwechsel (Transition) und dem bequemen Tragen der Waffe mit freien Händen gewechselt werden.

3-Punkt-Trageriemen mit Polsterung sind auch besonders geeignet für die Führung von leichten Maschinengewehren, welche sich in der Bewegung wie Sturmgewehr handhaben lassen oder klassisch mit geöffneten Schnellverschluss im Anschlag-Liegend als LMG genutzt werden.

Nachteile

Es ist der komplizierteste Trageriemen-Typ. Das Anbringen an der Waffe oder das Lösen der Waffe sind für die meisten unerfahrenen Benutzer ein großes Problem und bedürfen erheblich mehr Übung und Einstellung damit die Länge auch mit den verschiedenen Ausrüstungsschichten (Layern) harmonisch genutzt werden kann.

Angesichts der Tatsache, dass die meisten Benutzer noch zusätzliche Ausrüstung verwenden (Plattenträger, Magazintaschen, Funkgerät,... ) ist dieser Handhabungssicherheit notwendig. Eine unsachgemäße Verwendung des Trageriemens kann die Bewegung einschränken, die Waffe oder den Schützen bewegungsunfähig machen.

Wir empfehlen 3-Punkt-Trageriemen für erfahrene Schützen mit langen Gewehren, wie dem M16 oder G36 oder leichten Maschinengewehren, wie der RPK-75, SAW 249 oder der HK MG4.

Eine große Bandbreite an Trageriemen ist hier erhältlich:

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